Lärmprotest Friedrichshafen

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Leserbrief an den Südkurier zur AERO-Messe vom 08.04.2010 (nicht veröffentlicht)

Dass der Flughafen Friedrichshafen in einer denkbar ungünstigen Lage zur Stadt steht, ist mindestens seit 1989 offiziell bekannt. Die Anwohner tragen seit jeher die, Lärmlast des Flughafens, an 7 Tagen der Woche, 365 Tage im Jahr. Das "Lärmkontingent" das der Flughafen für sich beansprucht, beruht auf Studien, die an 61 gesunden Menschen vorgenommen wurden. Neue epidemologische Studien bestätigen jedoch, dass Fluglärm ein hohes Risiko für die Begünstigung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Depressionen in sich birgt. Das flughafennahe Löwental ist bereits mit einem Dauerschallpegel von 60 dB(A) durch B 31, Flugplatzstrasse und Bahn vorbelastet. Während der AERO-Messe herrscht ein Luftverkehrsaufkommen wie am Frankfurter Flughafen - ca. alle 30 Sekunden über Stunden hinweg - nur mit dem Unterschied, dass Deutschlands am höchsten belastete Gemeinde Raunheim in 4 km Entfernung vom Flughafen Frankfurt liegt. Lohnt es sich in der Einflugschneise überhaupt noch, in sein Haus zu investieren, wenn jeder investierte Euro nur noch 50 Cent wert ist? Entschädigung oder eine kapitalunschädliche Wegzugsmöglichkeit ist wohl von einem Flughafen, der kontinuierlich Millionenverluste schreibt, nicht zu erwarten. Da nehmen die Verantwortlichen wohl lieber ein um 14 % höheres Bluthochdruck-Risiko in Kauf. Hauptsache, es kann alles auf den Steuerzahler abgewälzt werden. Verlärmt, krank und ausgebeutet - ist das die Lebenszukunft, die Friedrichshafen seinen Bürgern bietet?