Lärmprotest Friedrichshafen

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Leserbrief an die Schwäbische Zeitung zur AERO-Messe vom 07.04.2010 (nicht veröffentlicht)

Es ist die Krux der lärmbetroffenen Anwohner, wenn ein Lärmverursacher sich sein Lärmkontingent selbst festlegen darf. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Luftverkehrswirtschaft sich jedes Lärmkontingent nimmt, das sie braucht. Anwohner in Friedrichshafen werden mit der immensen Lärmlast des Flughafens und insbesondere jetzt der Aero im Stich gelassen. Ebenfalls ausgeblendet wird die Tatsache, dass das Löwental bereits mit mindestens 60 dB(A) Dauerschallpegel durch B 31, Bahn und Kreisstrasse vorbelastet ist. Dass im Bereich Löwental und Bildesch die Anwohner dutzende Male täglich weit unterhalb der gesetzlich festgelegten Sicherheitsmindesthöhe von 300m überflogen werden, ist eine durch Start- und Landevorgang zwar legitimierte aber deswegen nicht minder belastende Zumutung. Durch die Millionenverluste des Flughafens müssen die Anwohner noch über den Umweg von Steuergeldern sich ihre eigene Gesundheitsgefährdung mitfinanzieren. Wann wird diesem Wahnsinn endlich ein Ende bereitet? Dass die Anwohner jemals eine kapitalunschädliche Wegzugsmöglichkeit bekommen, ist durch die bestenfalls erwarteten "schwarzen Nullen" des Flughafens wohl ausgeschlossen.